Alpaka Steckbrief: So ticken die flauschigen Charakterköpfe

By --> 15. Oktober 2020Publikumspresse

München, Oktober 2020. Beim Anblick eines Alpakas geht einfach sofort das Herz auf. Woran das liegt? Vor allem an der flauschigen Frisur, den großen schwarzen Kulleraugen und an ihrem Gesichtsausdruck, der so wirkt, als würden sie immer lächeln. Dieser Anblick täuscht nicht – Alpakas sind friedliche Tiere und beweisen Charakterstärke: Denn Sie sind unglücklich, wenn sie alleine sind und jedes Alpaka der Herde hat seinen ganz eigenen Kopf. Wanderungen mit den süßen Vierbeinen sind seit ein paar Jahren hoch im Kurs und für Groß und Klein eine erholende Freizeitbeschäftigung. Wie ticken die Alpakas? Das hat Erlebnisanbieter mydays Heike und Florian Hörmann gefragt und alle Informationen und ein paar Fun Facts zusammengetragen, die es über die beliebten Vierbeiner zu wissen gilt. Die beiden Alpakazüchter haben ihre Alpakafaszination zum Beruf gemacht und mittlerweile über 37 Alpakas auf ihrem Hof, mit denen sie seit 2014 regelmäßig auf Wanderung gehen.

ALPAKA-STECKBRIEF:

GRÖSSE
ca. 90 cm, Hengste sind größer, Stuten kleiner

GEWICHT
60 bis 90 Kilogramm

ALTER
20 bis 25 Jahre

FELLFARBE
22 unterschiedliche Naturfarben und über 80 Farbschattierungen

LIEBLINGSGERICHT
Kräuterleckerlis, Gras und Heu

WOLLE
Jedes Alpaka liefert 3 bis 6 Kilo pro Jahr

TRAGLEISTUNG
Höchstens 15 Kilo

AUSLAUF
Ein Alpaka braucht min. 1.000 qm Platz, jedes weitere 100 qm mehr

KOSTEN
Wallach ab 1.000 Euro, Zuchttiere ab 1.500 Euro, nach oben keine Grenze

GESCHÄTZTE ANZAHL ALPAKAS IN DEUTSCHLAND
20.000 bis 25.000 Alpakas

Immer mindestens im Doppelpack
Alpakas ticken ähnlich wie Menschen – jedes hat seinen ganz eigenen Charakter. Alpakas gibt es nie in der Soloversion, sondern immer nur in der Herde, sie eignen sich nicht als Einzelkämpfer. „Alpakas sind Herdentiere und sollen mindestens zu zweit gehalten werden. In jeder Alpakafamilie gibt es einen Anführer, ohne den läuft gar nichts, der muss auch bei jeder Wanderung dabei sein. Dann gibt es bei uns zwei, die immer außerhalb der Hütte schlafen und die anderen bewachen, einen Vielfraß, der immer zuerst am Essen ist und ein paar schüchterne Alpakas ebenso wie neugierige Draufgänger. Aber genau diese Charaktervielfalt ist es, die die Alpakas so spannend macht“, sagt Heike Hörmann.

Markenzeichen vielseitige Wunderwolle
Viele verwechseln die Alpakas mit Lamas, dabei lassen sich die Tiere ganz klar voneinander unterscheiden: Alpakas sind deutlich kleiner und haben spitze Ohren, Lamas haben sichelförmige Ohren. Bei den Alpakas wird grundlegend zwischen zwei Rassen unterschieden: Das ruhige und umgängliche Huacaya, welches ca. 92 Prozent der Gesamtpopulation ausmacht und das lebhafte Suri, das etwa 8 Prozent ausmacht. Suris gelten aufgrund ihres hohen Anteils an äußerst feinem Deckhaar mit hohem Eigenglanz, ähnlich Seide, als “Rolls Royce” unter den Alpakas. Insgesamt glänzen alle Alpakas mit ihrem besonderen Fell, das fünfmal wärmer als Schafwolle ist. Im Gegensatz zu Schafwolle fühlt sich die Rohwolle der Alpakas weich, trocken und fettfrei an und hat keinen starken Eigengeruch. Alpakazüchterin Heike: „Das Fell der Alpakas ist ein echter Alleskönner und hat eine Qualität wie Kaschmir: mit ihm lassen sich viele Produkte herstellen, die durch die Weichheit und ihre hervorragende Thermoregulierung auffallen. Besonders gefragt sind die Alpaka-Decken, Pullis, Socken oder sogar Alpakaseifen.“ Die Tiere werden einmal im Jahr geschoren, bei gutem Wachstum sind die Haare bei den Huacaya-Alpakas dann um die 10 Zentimeter lang.

Freizeithighlight: Entschleunigende Wanderung mit den süßen Alpakas
Mit Alpakas auf Wanderung gehen – dafür muss man längst nicht mehr nach Südamerika. Denn auch in Deutschland sind Alpakas seit vielen Jahren nicht mehr wegzudenken und immer öfter werden auch Wanderungen mit den süßen Vierbeinern angeboten. Heike Hörmann: „Am Anfang sind wir mit den Alpakas Spazieren gegangen um ihnen auch mal andere schmackhafte Wiesen zu zeigen und wir als Familie so viel Spaß hatten. Nach kurzer Zeit sind fremde Menschen dazugekommen und wollten die Alpakas auch mal führen und kuscheln – so kamen wir dazu, Alpakawanderungen anzubieten.“ Eine Alpakawanderung dauert zwischen einer und zweieinhalb Stunden und ist ein riesen Spaß für Groß und Klein und wirkt nachhaltig entschleunigend, schließlich bestimmen die Alpakas das Tempo. Vor einer
jeden Wanderung gibt es eine Einweisung in den richtigen Umgang mit den Tieren und unterwegs wird stets darauf geachtet, dass die Alpakas sich wohl fühlen, stressfrei sind und genügend Ruhepausen haben. So kann es losgehen auf entspannte Tour in tierischer Begleitung. Immer mit dabei: Kräuterleckerlis. Übrigens: Auf Wanderung gehen nur die männlichen Alpakas, die Weibchen gehen nicht von Zuhause und ihren Alpakakindern weg. Verständlich, schließlich sind Alpakas ganze 11 Monate schwanger und haben auch nach der Geburt eine starke Bindung zu ihrem Nachwuchs.

Bildmaterial zum Download: https://swindi.de/TJEO0N1XKTOCEDL

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